Auf der Mitgliederversammlung vom 21. September 2010 berieten wir über folgenden Antrag.

Da er eine sehr spezielle Zielgruppe anspricht, sahen wir uns nicht imstande, endgültig darüber zu entscheiden.

Daher wird er hier zur Diskussion freigegeben:

Zugewanderten Allgemeinärzten aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion ist eine allgemeinärztliche Tätigkeit zu erlauben, sofern sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Ein abgeschlossenes Medizinstudium
  2. Mehr als 5-jährige nachgewiesene Berufserfahrung
  3. Eine erfolgreiche Anerkennung des Diploms in Deutschland
  4. Eine positive Bescheinigung über eine einjährige Weiterbildung in einer Praxis oder in einem Krankenhaus in Deutschland
  5. Mindestens unbefristete Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitsgenehmigung
  6. Deutschkenntnisse auf dem Niveau “C1″ (kompetente Sprachverwendung) oder besser
  7. Freiwillige Selbstverpflichtung, mindestens die nächsten sechs Jahre als Allgemeinarzt “auf dem Land” zu arbeiten

Laut aktuellen Medienmitteilungen leben fast 40% der Berliner Kinder in Armut. Einen Blick auf das ganze Land wagt Ulrich Schneider in seinem Buch “Armes Deutschland“, das er am kommenden Dienstag vorstellt. Mit dabei sein wird auch der Generalsekretär der FDP, Christian Lindner!

Aus dem Klappentext des Buchs:

Deutschland steht vor dem Scheideweg. Noch nie lebten so viele Menschen in Armut. Statt die Probleme energisch anzupacken, geht die Politik den kalten Weg der Ausgrenzung. Doch wo Millionen von Menschen ausweglos im Abseits belassen werden, geraten die Fundamente der Bundesrepublik selbst ins Wanken. Ulrich Schneider analysiert die Spaltung der Gesellschaft. Er beschreibt das politische Scheitern und die Strategien und Tricks, mit denen sich die Akteure aus der Verantwortung stehlen. Und er sagt, wie eine andere Politik aussehen könnte und müsste. Es geht um Perspektiven – für jeden einzelnen Menschen und für das Land.

Die Buchvorstellung findet ab 19.30 Uhr in der Räumen der IG Metall Berlin statt, in der Alten Jakobstraße 149, 10969 Berlin.

Am 21. September kamen wir zu einer inhaltlich getriebenen Mitgliederversammlung zusammen. Wir besprachen zwei Anträge: zur besseren Integration von Ärzten aus der ehemaligen Sowjetunion sowie zur Beibehaltung der Pendlerpauschale. Beide Anträge wurden nach umfassender und hitziger Debatte abgelehnt.

Den ersten Antrag verwarfen wir zwar mit knapper Mehrheit, waren aber der Ansicht, dass er nach einer Überarbeitung wieder eingebracht werden sollte. Deswegen wurde er auf unserer Website zur Diskussion freigegeben. Im Kern zielt der Antrag darauf ab, die Ausbildung und Berufserfahrung von in Deutschland lebenden Allgemeinärzten aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion anzuerkennen. Diese sollten sich vorranging in ländlichen Gebieten niederlassen. Damit wären zwei aktuelle Probleme gelöst: Zum einen könnten diese Einwanderer ihrer Profession nachgehen, zum anderen würde die ärztliche Unterversorgung auf dem Land abgemildert.

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Das “Haus des Rundfunks” in der Masurenallee hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1931 viele Geschichten hervorgebracht: Während des 2. Weltkriegs wurde von dort die Goebbel’sche Propaganda ins ganze Land übertragen. Nach dem Krieg war das Gebäude eine sowjetische Enklave in West-Berlin. Heute dient es dem RBB als Sendezentrale.

Am 23. September lädt Wolfgang Bauernfeind, langjähriger Mitarbeiter des RBB zur Lesung mit anschließender Führung durch das Haus. Natürlich geht es auch um den Verkauf einer Chronik in Buchform – aber nebenbei erfahrt Ihr viele Stories aus den Blütezeiten des Rundfunks. Die Veranstaltung beginnt bereits um 16.00 Uhr im Kleinen Sendesaal.

Um Anmeldungen bis zum 20. September wird gebeten. Wendet Euch bitte an: alexander.eck@julis-cws.de.

Die Daten
Donnerstag, der 23. September,
ab 16.00 Uhr,
im Kleinen Sendesaal des Haus des Rundfunks, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin

Für den Routenplaner
Masurenallee 8-14, 14057 Berlin

Maps: http://maps.google.de/maps?q=Masurenallee+8+14057+Deutschland
BVG: http://www.fahrinfo-berlin.de/Stadtplan/index?query=14057+Masurenallee+8&address=true

Wie sehen die Planungen zum Wahlkampf aus? Wie stellen wir JuLis uns die Zukunft unserer schönen Hauptstadt Berlin vor? Diese und viele weitere Fragen konnten wir im Gespräch mit Christoph Meyer (Vorsitzender der Berliner FDP) am 06. September bearbeiten.

Wir begrüßten Meyer im Rathaus Wilmersdorf, der mit den bevorstehenden Aufgaben der FDP die Diskussion einführte. Anschließend stellten wir ihm Fragen zu Themen wie Wirtschaftspolitik und Wahlkampfstrategien. Dabei kristallisierten sich gleich zu Anfang unterschiedliche Standpunkte heraus. Meyer beharrte auf der festgelegten Strategie der Berliner FDP, einige JuLis hingegen strebten eine Kursänderung an: “Mit dem Ausbau der A100 und Parolen zu ‘Anti-Bier-Bike-Verboten’ gewinnen wir keine Wahl. Vielleicht braucht Berlin einfach ein neues Konzept und nicht nur die Basisprogrammatik Wirtschaft und Bildung, die sind den Bürgern bekannt”, formulierte eines unserer Mitglieder. Auf diesem Fundament gestaltete sich dann schnell eine spannende Diskussion.

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