Unsere Mitgliederversammlung fand am 24. September 2008 im Parkcafé in Wilmersdorf statt.
Dass es bei der Sitzungen zu solch interessanten und kontroversen Diskussionen kommen würde, hatte zunächst sicherlich keiner der acht anwesenden Mitgliedern des Bezirksverbandes CWS gedacht. Doch in der gemütlichen Atmosphäre des Parkcafés in Wilmersdorf stellte sich bald heraus, dass vor allem ein Antrag über die deutsche Einwanderungspolitik viele Fragen aufwarf.
In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten eine Aufenthaltsgenehmigung oder gar die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Um aber vor allem Fachkräften das Immigrieren nach Deutschland attraktiver und einfacher zu gestalten soll ein Einwanderungsbeitrag eingeführt werden, der einmalig zu zahlen ist, um eine Genehmigung des Aufenthalts in der Bundesrepublik zu erhalten. Vor allem den Unternehmen soll es so auch erleichtert werden benötigte Fachkräfte aus dem Ausland heranzuziehen.
Ebenfalls interessant war der zweite Antrag, der vorschlägt an öffentlichen, staatlichen Hochschulen bei der Immatrikulation die Frage zu verankern, ob man Mitglied der Organisation Scientology ist. Diese Frage ist bereits Bestandteil des Aufnahmeverfahrens für Mitarbeiter an bayrischen Universitäten und soll nun auch an den Berliner Hochschulen eingeführt werden.
Am 9. September 2008 haben die JuLis CWS wieder einmal zusammen mit dem Landesverband vor der Scientology Zentrale in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg demonstriert. Die Aktion fand gemeinsam mit der Jungen Union, den JuSos und dem Marcab e.V. statt und erfreute sich großen Andrangs. Neben offensichtlichen Einschüchterungsversuchen suchten Mitglieder von Scientology immer wieder das persönliche Gespräch mit uns JuLis, um uns von der Harmlosigkeit ihrer Organisation zu überzeugen. Jedoch wurde ihnen schnell bewusst, dass sie bei uns damit auf taube Ohren stießen und beschränkten ihre Tätigkeiten schnell wieder auf eine spontan organisierte Gegendemonstration im Eingangsbereich der Deutschlandzentrale. Erfreut hat uns die große Zahl von JuLis-Teilnehmern aus allen Bezirken aber vor allem die spontane Teilnahme von Passanten. So waren es vor allem Berliner Autofahrer und Autofahrerinnen, die dem plakatierten Aufruf “Hupen gegen Scientology” lautstark und intensiv folgten.